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wollen wir ihn unſern Leſern ein wenig näher bezeichnen. Ein blonder, hübſch geſtalteter Mann, mit einem läng⸗ lichten Antlitze und einer ſtark gebogenen, kamehlrücken⸗ artigen Adlernaſe; das Ausgezeichnetſte an ihm war ein ungeheurer Ueberfluß an Geiſtesmangel, denn Herr Moritz war ein Dummkopf, ein Dummkopf trotz der zehn Haus⸗ lehrer, welche ihm ſein reicher Vater gehalten hatte; ein Dummkopf trotz des bischen Franzöſiſch, welches ihm mühſelig genug eingekeilt worden war; kurz, ein Dummkopf mitſammt ſeiner halben Million, die er im Vermögen beſaß. Sein Familiennamen war Hadrian, der oft ſo treffende Gemeindewitz nannte ihn aber Fa⸗ drian, und damit wollen auch wir uns vor der Hand begnügen.
Die beiden Frauen am Fenſter wollten nun über den Forteilenden wahrſcheinlich ihre Bemerkungen machen, als ſie neuerdings durch einen Gruß von unten unter⸗ brochen wurden.
Ich küß' die Hand, Fräulein Eva! guten Morgen Frau Zirl!—
Beide Damen erglühten vor Aerger, denn erſtens mußten ſie die ihnen verhaßten Namen hören, und dann geſchah dieß auf eine ſo laute Weiſe, daß man es be⸗ quem die halbe Gaſſe entlang vernehmen konnte.
Herr Albert, entgegnete Emelinepikirt, wir ſind nicht taub; Sie dürfen ſich nicht ſo anſtrengen.
So ſchönen Damen zu Liebe, entgegnete der wohl⸗


