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In kleiner Entfernung vom Schloſſe erhob ſich ein dichtes Gehölz; als ſie bei demſelben anlangten, blieb der Bote plötzlich ſtehen. Die Dame glaubte nun ſchon in der Nähe des Sterbenden zu ſein, allein jener ließ einen gellenden Pfiff ertönen, verlor ſich eilig unter den Bäumen und Herr Ulrich trat ihr mit den höhniſch aus⸗ geſprochenen Worten:„Guten Tag Frau Schwägerin!“ entgegen.
Elsbeth erzitterte, denn ſeine Augen funkelten, ſeine Rechte ruhte auf der Bruſt und hielt den Griff eines Dolches krampfhaft umfaßt.
„Wir wollen nicht viel Worte verlieren,“ fuhr er barſch fort, und erfaßte mit der Linken ihre Hand.
„Wollt Ihr mir Schloß Ebersdorf mittelſt eines Geſchriftes übergeben?“—
Die Dame zitterte wie Eſpenlaub.„Mein Gett!“ ſtammelte ſie erſchrocken.
„Macht's kurz bitte ich, Ja oder Rein, wollt Ihr?“— dahei riß er den Dolch aus der Scheide und ſchwang ihn über ihr Haupt,„wir ſind allein und zeugenlos, entſchließt Euch ſchnell!“
Die Augen der Freifrau umflorten ſich, ſie ſah den funkelnden Stahl über ihrem Haupte blitzen, ihre Sinne ſchwanden. Ulrich hielt die Ohnmacht der Dame für Verſtellung, und wollte ſchon die Mordklinge in ihre
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