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auch auf ihre Sicherheit hatte das Gelingen deſſelben bedeutenden Einfluß, weil die Raub-⸗Söldner bei ſtei⸗ gendem Kriegsglück ihre beutegierigen Hände auch nach den einzeinen Schlöſſern und Edelſitzen auszuſtrecken im Stande waren, da erſchien plötzlich ein Bote und be⸗ gehrte mit der Freifrau zu ſprechen— er wurde einge⸗ laſſen und vor die Dame gebracht.
„Gnädige Frau“ begann er,„ich komme ſo eben durch die Aue da unten; da liegt ein einzelner Ritter der bis auf den Tod verwundet iſt; er läßt Euch bit⸗ ten, Ihr möget ſchleunig hinabkommen, dann er habe Euch Wichtiges vor ſeinem Tode anzuvertrauen.“
Da der Bote auf ihre Fragen keine genügende Auskunft geben konnte und weder die Perſon des Ver⸗ wundeten zu beſchreiben, noch ihren Namen zu nennen wußte, ſo eilte die Dame, theils durch ihr gutes Herz, theils aber durch Neugierde bewogen, hinab, und ſolgt dem voraneilenden Boten.
Manche Zweifel und Muthmaßungen bekämpften ihr Herz; bald meinte ſie: es wäre der auf dem Zuge verwundet gewordene Schwager, denn ſie wähnte im⸗ mer, daß er ſich den Städtern angeſchleſſen habe, oder — dabei pochte ihr Herz gewaltig— ſollte vielleicht Ja⸗ roslaus ein Unglück viderfohten ſein?— Angſtſchweiß rieſelte ihr über die Stirne.
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