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„Ob Morgen wohl ſchon der Kampf beginnen werde?“ fragte Wohlmuth den Freund, der ſeit einer Weile ſtumm an ſeiner Seite ſaß.
„Wahrſcheinlich,“ erwiederte der Thurnersſohn, „haben wir doch nicht ſo viele Vorräthe mit, um da längere Zeit müſſig zu bleiben.“
„Ach, wer den Ausgang in Voraus beſtimmen könnte!“ ſeufzte Wohlmuth.
Hannes lächelte über den unmöglichen Wunſch.— „Der Krieger ſoll immer mit Zuverſicht darauf hoffen“, entgegnete er.„Der Himmel wird unſere gerechte Sache nicht ſinken laſſen. Sind es doch Abtrünnige, denen wir entgegen ziehen, die zu unſerer Hilfe herbeigerufen, nun plötzlich ihre Schwerter gegen uns kehren und un⸗ ſerer Stadt Bedrängniß bringen.“
„Beim Himmel!“ rief Wohlmuth aufgeregt„ſie ſollen das Gewicht meiner Fäuſte verſpüren. Ach Hannes, denk Dir die Freude, wenn wir ſiegreich in die Stadt einziehen, und uns das Freudengejauchze der Bürger entgegenſchallt, wenn die Glocken uns begrü⸗ ßend ſchon über die Donau herüber tönen, als wären ſie die Grüße unſerer Lieben, wenn die Menge zum Empfang der Tapfern herbeiſtrömt, und den Befreiern ein„Willkommen“ zujubelt und wenn endlich meine Agnes ihrem Vater entgegenzieht und ihr Blick


