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merklich verändert, doch beiderſeits zu ſeinem Vortheile. Er war ein ſtattlicher Jüngling geworden, deſſen Züge ſich ſchon ausgebildet, deſſen Körper kräftig herange⸗ wachſen war; der wilde Ausdruck hatte ſich verloren, die Glut ſeines Auges war gedämpft— ſo verliert ſich das herbe Ausſehen der Frucht durch die zeitigende Sonne. Wiewohl keine erfahrne Hand da geweſen war, die ihn durch dieſen Strudel geleitet hätte, ſo thaten doch ſeine ihm innwohnende Güte und Leitbarkeit, ſein frommer Sinn das Ihre und die Liebe zog endlich, ein rathender Engel, an ſeiner Seite. Er war ein Kriegs⸗ mann wie ihn ſeine Vorgeſetzten nur wünſchen konnten, folgſam, ohne Widerrede und Starrſinn, gut und fromm, dabei aber nicht ohne Geiſtesgegenwart und Muth; da⸗ für wurde er auch von Allen geliebt, erhielt manches Geſchenk von ſeinem Hauptmanne und wurde bei jeder Gelegenheit hervorgezogen. Herr Stephan Den hatte der beiden Stadtkinder nicht vergeſſen, und bei dem Feld⸗ hauptmanne oft Erkundigungen über ſie eingezogen, und da ihm nur Gutes berichtet wurde, ſo beſchloß er im Einverſtändniſſe mit dem Hauptmanne ſie nach ihrer erſten tapfern Waffenthat zu befördern und ihre Lage zu verbeſſern. Die beiden Söldner ahnten es daher nicht, daß der kommende Tag ſo viel über ihr Lebensglück ent⸗ ſcheiden ſollte.


