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ſchon von Jugend auf von den Eltern geſetzt und vorge⸗ leiert wird, was gewiß ſehr thöricht iſt, da man nicht im Voraus weiß, zu was ſich ſein Geiſt eignen, zu welchem Stande er Luſt und Liebe hegen würde, nun bildet er ſich zum Jünglinge heran, der Kör⸗ per vervollkommnet ſich und mit ihm der Geiſt. Zwiſchen dem ſiebzehnten und zwanzigſten Lebensjahre iſt die gewaltige Kriſis, da gährt und tobt es in der engen Bruſt, ein ungewiſſes Sehnen durchſchleicht den Buſen, die Sinne faſſen Alles leicht auf und laſſen es eben ſo ſchnell wieder ſinken, der Wille iſt unbeſtändig der Ausführung vorherrſchend, der Lebensmuth hat ſei⸗ nen Culminationspunkt erreicht, auf dem er gewöhnlich lange zu weilen pflegt; Luftſchlöſſer werden gebaut, ſtürzen zuſammen und erſtehen wieder. In dieſer Pe⸗ riode ſcheiden ſich meiſtens die Lebenswege und es iſt beſtimmt, daß er bei den größten Theil zu dieſer Zeit der erſte Grund zum fernern Glück oder Unglück gelegt wurde. Auch in körperlicher Beziehung geht eine un⸗ glaubliche Veränderung vor ſich; Jünglinge, die man während dieſes Trieniums nicht geſehen, erkennt man ſchwerer, als andere, die uns vom zwanzigſten Jahre auſwärts, durch zehn Jahre ferne geblieben.
An der Gränze dieſer Periode befand ſich nun
Wohlmuth; auch er hatte ſich an Körper und Geiſt


