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achtzehnten Jahre Statt finden; es verſteht ſich von ſelbſt daß das Klima, beſonders bei dem Frauengeſchlechte, hierauf einen bedeutenden Einfluß hat, und daß in den ſüdlichen Ländern, dieſe Periode viel früher herbei⸗ kömmt, als in den Nördlichen; allein wir ſprechen blos nur in Beziehung auf das Land in dem wir wohnen. Vor dem fünfzehnten Lebensjahre iſt das Mädchen ſchmächtig, ihr Körper unausgebildet, der Sinn kin⸗ diſch, nach Puppen und Spielzeug ſtrebend; allein plötzlich tritt die Veränderung ein; wenige Monate rei⸗ chen hin und die Jungfrau iſt herangebildet, mit der Fülle ihres Körpers nimmt das Ernſte ihres Sinnes zu, und wie ſie früher nur nach Tand und Flitter ge⸗ ſtrebt, ſo richtet ſie nun ihr Augenmerk auf Beſchäfti⸗ gungen, die innerhalb ihrer Sphäre im häuslichen Kreiſe liegen; ihre Beſtimmung von der früher nur eine Ah⸗ nung ihre Seele durchflogen, tritt nun beſtimmt vor ſie hin, und die Liebe iſt gewöhnlich die Sonne, in welcher all' dieſe Früchte heranreifen, um ſie mit dem
ſegnenden Eheherbſte unter Dach und Fach zu bringen
um im Winter davon zehren zu können. Beim Knaben ergibt ſich der nemliche Wechſel, nur viel langſamer, das Kräftigere bedarf auch mehr Zeit zu zeitigen und ſich heranzubilden. Er iſt gewöhnlich wild und ausge⸗ laſſen, keines ernſten Zieles gedenk, außer wenn es ihm


