Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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mich trifft und mir Beifall lächelt, ach welch ein Lohn für ſo geringe That.“

„Das ſind Gedanken, die Jeden begeiſtern kön⸗ nen,“ erwiederte der Andere,„gewiß Wohlmuth, auch ich empfinde ähnliches mit Dir, auch mein Herz wird von Freude durchjubelt, denk' ich ſolchen Augenblickes und jede Minute Säumniß, dünkt meiner Ungeduld eine ewig lange Friſt.“—

„Und doch,“ begann Wohlmuth wieder,„kann ich mich einer leiſen Ahnung nicht erwehren, die mir Unheil zu künden ſcheint. Hannes, es iſt nicht Furcht, nicht Bangigkeit vor dem kommenden Morgen; auch Feigheit darfſt Du's nicht ſchelten, aber eine innere Stimme ſagt mir's, daß nicht Alles ſo kommen dürfte, wie wir es wünſchen, und dieſe Stimme iſt ſo ſtark, daß ſie ſelbſt jene freudige Aufregung, die ich früher ausgeſprochen, laut übertönt. Hannes, wenn Einer von uns, oder etwa gar Keiner von Beiden rück⸗ kehren ſollte?“—

Der Thurnersſohn ſchauderte unwillkürlich vor der finſtern Ahnung des Freundes und ſprach ſchwer athmend:„Dann möge ſich der Himmel unſer er⸗ barmen!“—

Wir dürfen den beiden Jünglingen ſolche bange Augenblicke keineswegs verargen, denn ſelbſt alte vieler⸗ 18