Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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kaiſerliche Söldner, bald gegen Parteigänger, Raub⸗ ſoldaten, und endlich gegen die Ungarn ſelbſt auszuzie⸗ hen hatte, ſo war keine ſo großartige Heeresmacht als die Gegenwärtige aus den Mauern Wiens gezogen.

Voran wurden geführt fünf kupferne Büchſen auf Rädleins, dann zwei eiſerne Büchſen und zwei Hauf⸗ nitzen, ſämmtlich mit dem ſtädtiſchen Wappen verſehen, an ihren Seiten ſchritten die Büchſenmeiſter mit den Zündruthen, gefärbte Federn wehten von ihren Häup- tern, übrigens ſchienen ſie ſo unbeweglich, wie ihr Ge⸗ ſchütz; dann kam ein Spiel, Trommel und Pfeifen, die einen gewaltigen Rumor machten— nicht etwa um den Takt des Schrittes anzugeben, ſondern um die Ge⸗ müther der Krieger zu erheben und zu erheitern; nun folgte der Bürgermeiſter hoch zu Roß, er war der An⸗ führer der Stadtdienſtleute, die in dreißig Gliedern, ein jedes Glied zu ſechs einherſchritten; ſie unterſchieden ſich in Schützen, Langſpieße und Kurzgewehr, hatten ihre Hauptleute, Fähndrich und Lieutenants und trugen an ihrer Rechten ebenfalls das Stadtwappen; übrigens waren ſie in Fähnleins abgetheilt und immer nach den Farben ihrer Fähnleins gekleidet, ſchwarz und gelb, oder roth und weiß; dann kam der Stadtfeldhaupt- mann, ebenfalls beritten; er war der Befehlshaber der Söldner, die zunächſt ihren Hauptmännern und Rot⸗