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„Du mein heißgeliebtes Leben„tröſtete der Jüng⸗ ling,„wozu dieſen quälenden Bildern Raum geben, er⸗ wehre Dich dieſer Gedanken, die, ſchwarzen Nachtvögeln gleich, Dein Gemüth durchzieh'n, hab' ich doch meinen Hannes in der Näh', er wird ſeinem Freunde kein Leid zufügen laſſen, ſo wie ich ihm als Schutz an der Seite ſtehen werde.“
„Wohlmuth!“ bat die Fungfran,„ſchone Deines Lebens, denke: daß an ihm ein zweites Leben hängt,
deſſen Faſern in dem Deinen münden, und deſſen Fort- dauer von Deinem Wohlſein abhängt, ſei tapfer zwar, doch nicht tollkühn; denk' an mich und erwäge ſtets, daß Dein Tod auch der Meinige ſein würde. Dann noch eine Bitte Geliebter: mein Vater zieht mit Euch, be⸗ wach' ihn in der Schlacht und im Kampfgewühl, ſein
Arm hat die Kraft nicht mehr wie der Deine, Du und Hannes könnt ihm viel nützen, wenn er vielleicht von uebermacht bedrängt, oder von Verrath umſponnen wird.“
Die Luſtwandelnden waren jetzt in der Nähe des Pförtchens angelangt, durch welches Wohlmuth herein gekommen war. Die Glocke tönte die Mitternachtsſtunde herab und Agnes drang in den Geliebten, die übrigen Stunden, der Ruhe zu pflegen, welcher er zur morgi⸗ gen Anſtrengung ſo ſehr bedürfen würde.
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