Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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ins Antlitz warfen, bald aber Ziegelſtücke in ihre ſteinerne Wage warfen, als ob ſie darauf anſpielen wollten, daß es doch etwas Farbiges gebe, deſſen Schein ſelbſt ihre Blindheit zu durchblitzen vermöge.

Um die achte Stunde des erwähnten Maimorgens hatte die geſchäftige Rührigkeit auf dem hohen Markte ihren höchſten Punkt erreicht. Die Verkaufſtände wa⸗ ren ſtattlich herausgeputzt, die Leinwandhändler gleich neben der Schranne prieſen ihre echt ausländiſche Waa⸗ re, die Kurſen*) lobten ihr weichhaariges Pelzwerk, 1 die Riemer, gegenüber dem Pranger ließen ihr gewichs⸗ 33 tes Zeug in der Sonne ſpiegeln, die Wendkrämer**) ¹ empfahlen ſich den Käufern, und die vor jeder Bude aufgeſtellten Lehrjungen machten ein gewaltiges Ge⸗ trätſche, um Käufer in den Kram ihres Herrn zu

locken.

Der freie Mittenraum des Marktes war mit Ti⸗ ſchen ausgefüllt, an jeden derſelben ſtand der Verkäu⸗ fer, oder die Eigenthümerin. Hier war die Backfrau mit dem Brodtiſche, unweit davon befand ſich der Methſieder, drüben ſtand ein Mäckler mit dem Wech⸗

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*) Kürſchner. *) Kleinwaarenhändler, ungefähr ſo, wie unſere Nürn⸗ bergerhandlungen.