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Wir wollen es verſuchen, unſeren Leſern ein Bild von dem Anblicke zu entwerfen, da uns hier zu⸗ gleich Gelegenheit gegeben iſt, mehrere Perſonen vor⸗ zuführen, denen wir im Verlaufe unſerer Erzählung noch ſehr oft begegnen werden. Vom Lichtenſteg führte ein Stadtthor bei dem „Weinberg“ genannt, auf den Markt, ein Engel mit dem Stadtwappen zierte die Einfahrt, die ſich links ge⸗ gen das„Hühnergäßchen,“ an einen Thurm lehnte. Der Platz ſelbſt war von ſchmalen zwei bis drei Stock hohen Häuſern eingeſchloſſen, deren eckige Dächer, mit den froſchmauligen Lucken, ſpitzbogige Fenſter mit eiſer⸗ nem Gegitter, finſtere laubenförmige Vorſprünge und ſonſtiges Geſchnörkel und Zierath, den alterthümlichen gothiſchen Anſtrich ſichtlich erkennen ließen.
Am obern Ende der linken Häuſerreihe ſtand ein beſonders kennbares Haus. Eine mit einer Thüre ge⸗ ſchloſſene Stiege führte gleich vom Markte aus, auf den erhöhten altanförmigen Vorſprung, der auf zwei
„ bogigen Gewölben ruhend, mit einem niederen Gelän⸗ der eingefaßt war, hinter welchem eine hohe runde Thüre, und rechts und links von dieſer ein Paar Fen⸗ ſter herausſchauten; unter dem Vorſprunge ſah man zwei eiſerne Thore, die jeden Vorüberwandelnden un⸗
heimlich anzuſchauen ſchienen. Dieß Gebäude hieß die


