Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Die Rundmachung.

Wenn man einen der jetzigen Bewohner unſeres lieben Wiens in das Jahr 1480 zurückverſetzen, und ihn am Mittwoch⸗Morgen nach dem Sonntag Cantate auf den hohen Markt hinſtellen könnte, ſo möchte er da eines Anblickes theilhaftig werden, der ihm vielleicht nicht minder ergötzlich wäre, als, wenn er in unſerer Zeit einen Schnellläufer am erſten Mai im Prater, einen Kirchtag in der Brigittenau, oder, um mich volks⸗ thümlich auszudrücken, ſonſt einen„fidelen Jux“ zu Geſichte bekäme. Freilich würde er zu jener Zeit keine von all den Herrlichkeiten gefunden haben, die heutzu⸗ tage unſere Aufmerkſamkeit auf ſich ziehen, er würde die hohen anſehnlichen Gebäude vermiſſen, die jetzt den vielgeräumigeren Platz umfaſſen; von den modernen luxuriöſen Aushängekaſten war damals noch keine Spur vorhanden, denn eine Krambude der alten Wiener ver⸗ hielt ſich zu einer jetzigen Prachthandlung, gerade ſo, wie ein damaliger Kaufherr zu einem modernen Börſe⸗ ſpeculanten.