Werke unſerer erſten dramatiſchen und epiſchen Dichter ſehr wenige Schoͤnheiten enthalten, mit welchen Mrs. Bray nicht den gluͤcklichſten Wettkampf beſtanden haͤtte.“
Abendzeitung. Blaͤtter fuͤr Literatur und bil⸗ dende Kunſt. 1836. No. 70.
„— Die Treue bei der Darſtellung der hiſtoriſchen Facten verdient lobenswerth genannt zu werden.— Be⸗ trachten wir Mrs. Bray als Romanſchreiberin, ſo kann man nicht leugnen, daß ſie wirklich ein ausgezeichnetes Talent beſitzt.— Die Charakterzeichnung iſt meiſtentheils feſt, conſequent und klar; ſelbſt die Nebenfiguren treten in eigenthuͤmlicher, wenn auch gewöhnlich nur aͤußerlicher Geſtaltung hervor.— Der Romanſtoff iſt mit den hiſto⸗ riſchen Facten ſtets ſehr gut verwebt und ſo vertheilt, daß das Intereſſe nicht leicht erkaltet.— Die Sprache der Mrs. Bray iſt unbedingt zu loben; es paart ſich darin Gewandtheit mit Kraft, Leichtigkeit mit Tiefe und jene Modulation, die ſich ſtets den Ereigniſſen, Perſonen und Situationen anpaßt, und mit denſelben zweckmaßig ſteigt oder fällt.
De Foix.— Froiſſart hat den groͤßten Theil des Stoffes geliefert, und man kann das Buch fuͤglich als eine Art Chronik betrachten.
Die Weißkappen.— Man kann den Roman ſelbſt faſt als Chronik empfehlen, ſo vollſtändig berichtet die Verfaſſerin die einzelnen Begebenheiten.— Daß ſich auf dem Schlachtfelde, wo die heldenmuͤthigen Buͤrger von Gent ihre Kämpfe mit dem Hofe ausfochten, reicher Stoff zu einem romantiſchen Gemaͤlde darbot, iſt ſehr klar, und die Verf. hat dieſe Felder zu genau durch⸗ forſcht, als daß ſie, von Natur mit einem feinen Tacte begabt, das Paſſende nicht hätte finden ſollen.— Der Roman iſt wirklich ſehr gelungen; die hiſtoriſchen Perſo⸗ nen ſind ſaͤmmtlich anziehende Erſcheinungen, welche die Verf. geſchichtlich treu wiedergegeben hat.
Der Proteſtant.— Dieſer Roman iſt unſtreitig


