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zaͤhlt friſch und lebendig. Alles bildet ein natuͤrliches, ſchoͤnes Ganzes, und ſein Gewebe iſt ohne Tadel. Ich haͤtte nicht geglaubt, daß es nach W. Scott noch moͤg⸗ lich ſein koͤnnte, zu glaͤnzen; die hiſtoriſchen Romane die⸗ ſer Englaͤnderin ſind der leibhaftige Beweis vom Gegen⸗ theil, und ein Beweis, gegen den ſich kaum Etwas ſa⸗ gen laͤßt.— Stellen laſſen ſich nicht ausheben; es iſt Al⸗ les aus Einem Stuͤck gegoſſen.“
Der Freimuͤthige. 1836. No. 118.
„— Alle fuͤnf hiſtoriſche Romane der genannten Eng⸗ laͤnderin gleichen ſich in ihren Tugenden; die Vorzuͤge jedes einzelnen haͤngen weniger von der Bearbeitung, als von den hiſtoriſchen Stoffen ab. Alle laſſen das Talent der Verfaſſerin bewundern, welche Eignes und Fremdes, Wahres und Erdichtetes ſo innig zu verſchmelzen verſtand, die einzelnen Thatſachen ausarbeitete und in Folgen und Wechſelverbindungen mit einer Kunſt ergaͤnzte, welche viele unſerer jetzigen Romanſchreiber hinter ſich läßt. Un⸗ ſere Schriftſteller in dieſem Fach idealiſiren auf eine bi⸗ zarre Weiſe, weil ſie zu wenig Weltkenntniß haben, und fuͤhren uns Geſtalten vor, welche weder Leben noch Blut zeigen. Ja ſelbſt die, deren Figuren noch am greifbar⸗ ſten, concreteſten ſind, reichen nicht an das ruhige Leben und die Natur, welche ſich in den Romanen der Mrs. Bray vor uns ausbreitet, und da der Geiſt derſelben ein ſolcher iſt, dem man durchgehends ſeinen Beifall ſchenken muß, ſo koͤnnen ſie auch nicht ohne Segen blei⸗ ben. um des Guten willen, das ſie ſtiften können, wuͤn⸗ ſche ich, daß dieſe Weiſe der Romanſchriftſtellerei allge⸗ mein werden moͤge.“
Der Planet. 1836. No. 115.
„— Dieſer Roman(der Talba von Portugal) iſt ganz ſeiner Vorgänger wuͤrdig, und man kann nicht um⸗ hin, mit voller Seele in das englaͤndiſche Urtheil einzu⸗ ſtimmen:„Es iſt nur Gerechtigkeit, zu geſtehen, daß die


