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„Dich ſegnen, mein Kind?“ ſagte Herr Si⸗ mon;„ei, ich ſegne Dich in jeder Stunde mei⸗ nes Lebens, denn Du haſt mich, ſo alt ich bin, fuͤhlen laſſen, daß ich noch etwas werth bin, da ich im Stande war, einem ſo holden Geſchoͤpfe, wie Du biſt, Gutes zu erweiſen. Wolle der Himmel mit allen ſeinen Heiligen Dich ſegnen! und ſo uns des gnadigen Koͤnigs Genehmhal⸗ tung wird, will ich ſofort das Amt verwalten, das Seine Majeſtaͤt fuͤr mich hat uͤbernehmen wollen, und Dich von ganzem Herzen zur Kirche geleiten.“
„Mit Freuden werden wir der Feierlichkeit beiwohnen,“ ſagte Koͤnig Karl;„und jetzt, meine Freunde, kommt in mein Zelt, daß wir der Er⸗ friſchung genießen, deren wir nach dieſes Ta⸗ ges Muͤhen beduͤrfen. Wir wollen dort auf das Wohl des jungen Paares den Rundbecher leeren. Herr Walter, ſchreitet voran mit Eurer Verlobten!“
— Groß war die Wonne des Herrn Simon van Bet, als er wenige Tage nach dem Siege bei Roſebecque als Pflegevater Anna zum Portal


