Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

412

ben. Nimm ſie, Walter, wie ſie iſt, und trachte darnach, ſie zu verdienen.

Walter d'Anghien, von ſeinen Empfindun⸗ gen bewaͤltigt uͤber die Welt voll Wonnen, die in ſein Herz drang, konnte weder dem Einen, noch dem Andern ſeinen Dank ausſprechen; er blickte nur auf Anna, deren Hand er mit In⸗ nigkeit in der ſeinigen hielt. Wahre Liebe iſt ſtets zart, und Herr Walter liebte zu wahrhaft,

um es ertragen zu koͤnnen, Zeugen des Aus⸗

drucks ſeiner theuerſten Herzensempfindung zu haben. Deswegen war er bemuͤht, ſich zu ſam⸗ meln, und ſagte nur mit einer von ſtarker, jedoch entzuͤckender Empfindung bewegten Stimme:Wie ſollte es mir jemals moͤglich ſeyn, die Dankbar⸗ keit auszuſprechen, die ſo fuͤr Euch, mein gnaͤ⸗ digſter Koͤnig, wie fuͤr Euch, mein edler Oheim, mir die Seele erfuͤllt? Ihr habt mir in dieſer holdeſten aller Jungfrauen das groͤßte Erdengluͤck geſchenkt, und freudiger empfange ich ſie ohne alle Morgengabe, als ich ohne ſie eine Welt von Schaͤtzen empfangen wuͤrde.

Ihr ſollt ſie aber nicht ohne Morgengabe

,