Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

v

*2 N

VN*

erſchuͤttert, als daß ſie nur ein einziges Wort haͤtte hervorbringen koͤnnen.

Nun, Herr Graf Ludwig? fragte der Koͤ⸗ nig:Was meynt Ihr? wollen wir an dieſen Sieg ein begluͤckendes Buͤndniß knuͤpfen, und da die Haͤnde vereinigen, wo die Herzen laͤngſt verbuͤndet ſind?

Ludwig de Male zoͤgerte einen Augenblick, doch nur Einen Augenblick lang; dann naͤherte er ſich Anna Lyon, ergriff ihre Hand, und legte ſie in die ſeines Neffen.

Ich verdanke Eurer Majeſtaͤt, ſprach der Graf,die Wiedergewinnung meines Flanderns, allein dieſem edlen Maͤdchen verdanke ich mehr. Ihr Muth, ihre Beharrlichkeit, ihre Entſchloſſen⸗ heit erhielten mir das Leben. Und was ich ihr hier auch geben moͤgte, es wuͤrde nie mein Dankgefuͤhl aufwaͤgen; drum ſey es zu gerech⸗ ter Wuͤrdigung ihres Verdienſtes geſagt, ihre Schoͤnheit und Tugend ſind uͤberreiche Morgen⸗ gabe fuͤr ſie. Maͤdchen gewoͤhnlichen Schlages beduͤrfen eines Heirathgutes, um empfohlen zu ſeyn; wahres Verdienſt iſt uͤber dergleichen erha⸗ 2*