401
von Walter d'Anghien gefuͤhrt, der, ehe noch der Koͤnig Befehl dazu gegeben hatte, ſich maͤch⸗ tig angeregt fuͤhlte, dem edlen Todten die letzte kriegeriſche Ehre zu erweiſen.
Als die Traͤger gemeſſenen Schrittes und ſtummen Mundes, wie der, den ſie trugen, heran⸗ geſchritten waren, ſchien es, als ob die Gerech⸗ tigkeit dieſer frommen Handlung Aller Herzen erſchuͤtterte. Keiner im Lager der Verbuͤndeten dachte daran, daß der Todte ein Feind von ihnen geweſen war. Man erinnerte ſich nur ſeines ritterlichen Muthes, und daß er jetzt leblos da lag. Alle Anweſenden wendeten ſich dem Zuge zu; Aller Augen waren beredt, obwohl Keines Zunge ſprach, und das ringsum herrſchende tiefe Schwei⸗ gen ward nur durch die langgehaltenen Toͤne der Trauermuſik unterbrochen, die zu Ehren des edlen, gefallenen van Artaveld erklang.
Karl trat dem Zuge nahe und umarmte Herrn Walter d'Anghien, ſobald er dieſen an der Spitze der Traͤger erblickte. Walter begruͤßte
ehrerbietig den jungen Koͤnig und befahl, die Leiche hinzuſtellen.
Der Koͤnig, umſtanden von


