Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
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waͤhren zu koͤnnen, da Ihr es ſeyd, der um dieſelbe nachſucht. Mittlerweile ſollen unſere Leute den Leichnam van Artaveld's herbeiſchaffen. Nun, Herr Simon, was iſt Euer Begehr? Gefalle es Eurer Hoheit, mich allein zu ver⸗ nehmen, war des Buͤrgermeiſters Antwort, denn ich habe etwas zu ſagen, was ausſchließ⸗ lich fuͤr das Ohr Eurer Majeſtaͤt beſtimmt iſt. Der Koͤnig ſprach eine Zeit lang abſeits mit Herrn Simon, der bald darauf ſich von hinnen begab, jedoch nach kurzer Friſt mit Anna Lyon zuruͤckkehrte, welche ſich mit einem langen ſchwar⸗ zen Schleier verhuͤllt hatte, um in ihrem hol⸗ den Gefuͤhl der Schaam und Beſcheidenheit ſich zu verbergen, als ſie hoͤrte, daß ſie im Bei⸗ ſeyn zahlreichen Gefolges vor den Koͤnig gefuͤhrt werden ſollte. Als Herr Simon ſich dem Mon⸗ archen naͤherte, um demſelben ſeine Pflegetochter vorzuſtellen, vernahm man die Toͤne einer Trauer⸗ muſik, waͤhrend die gedaͤmpfte Heerdrommete ſchaurig darein klang, und Herolde und Gehar⸗ niſchte auf ihren Schilden den Leichnam van Artaveld's daher trugen. Der Leichenzug ward