Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
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die Lebenden aufſordern, gemaͤßigt in ihrem Tadel uͤber Verſtorbene zu ſeyn.

Ihr habt die Dreiſtigkeit Eurer Rede durch heilige Wahrheit gerechtfertigt, rechtſchaffe⸗ ner Mann, ſagte der jugendliche Koͤnig;und

ich wuͤnſche, daß Alle, die die Thaten der Herr⸗

ſcher aufzeichnen, einer ſo wackern Richtſchnur folgen moͤgen. Ihr ſeyd ſonder Zweifel van Ar⸗ taveld's Freund

Ich war ſein Mitbuͤrger, entgegnete Herr Simon,und als Buͤrgermeiſter von Gent ge⸗ wiſſermaßen ſein Oberherr; und, mit Eurer Ma⸗ jeſtaͤt Wohlnehmen, als ſolcher mußte ich billig der Freund aller rechtſchaffenen Buͤrger ſeyn, die unter meiner Obhut ſtanden; denn Koͤnige und Ortsvorſteher ſind die Vaͤter ihrer Unterge⸗ benen. Ein Streben, Allen wohlzuthun, ſollte ihres Thuns erſter Grundſatz ſeyn. Und indem ich dies ſage, erinnert es mich daran, Eure Majeſtaͤt als hohen Lehnsherrn dieſes Landes um eine Gnade anzuflehen.

Die wir mit Freuden hoͤren wollen, ver⸗ ſetzte Karl,und von der wir glauben, ſie ge⸗