Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
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Du Bois, der ſich jetzt entwaffnet ſah, dachte nur auf Selbſterhaltung. Er ſaß auf einem der fluchtigſten Roſſe, das jemals geritten ward, und indem er nunmehr auf dieſes Thier ſeine allei⸗ nige Hoffnung ſetzen mußte, bohrte er tief in deſſen Weichen die Sporen ein, daß das Blut danach quoll, ſprengte uͤber die Ebene und entfloh auf dem Heerwege nach Gent, waͤhrend ein Hagel von Pfeilen ihm nachflog, von denen jedoch kein einziger ihn traf*).

Verlaſſen von ihrem Fuͤhrer, mußten die Schaa⸗ ren der Weißkaͤppler weichen, und bald ſielen ſie entmuthigt ihren Feinden zum Opfer. Die Verbuͤndeten blieben Sieger bei Roſebecque. De Cliſſon hatte auf der Ebene la Nuitée mit den Seinigen uͤberwunden, waͤhrend Karl der Sechste und Ludwig von Flandern nebſt dem ritterlichen

¹ Es mag dem Leſer zu einiger Genugthuung ge⸗

reichen, wenn er erfaͤhrt, daß dieſer Fuͤhrer der Weiß⸗

kappen nicht lange die Schlacht bei Roſebecque uͤberlebte;

er ward bald nachher in einem Verſuche, die ehemaligen

Parteigänger wieder auf die Beine zu bringen, erſchlagen. Anm. d. Verf.

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