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Walter d'Anghien ſich zu Herren des feindlichen Lagers und alles Deſſen machten, was daſſelbe enthielt. Die um Pardon fleheten, erhielten den⸗ ſelben, ſo daß Tauſende von Gefangenen den Triumph der Sieger verherrlichten, waͤhrend die Leiber der Verwundeten und Erſchlagenen hau⸗ fenweiſe das Schlachtgefild bedeckten.
Nach vollendetem Kampfe umringten Edle und Hoͤflinge den jungen Koͤnig, um ihm ihren Gluͤck⸗ wunſch zu dem Siege und zu ſeiner tapfern, perſoͤnlichen Miterringung deſſelben darzubringen. Es mogten manche Uebertreibungen dabei mit⸗ unterlaufen. De Cliſſon blickte verdrießlich auf die Schmeichler, als er enthelmt da ſtand neben dem Koͤnig und ſich den Schweiß abtrocknete, waͤhrend er in dreiſtem Tone ſagte:„Seine Hoheit hat genug fuͤr ſeine Jahre gethan und dadurch das Verſprechen abgelegt, kuͤnftig mehr thun zu wollen. Erfullt alſo, edle Herren, Sei⸗ ner Majeſtaͤt Kopf nicht mit dem Gedanken, als ſey Koͤnig Karl der Sechste bereits ein vollkom⸗ mener Ritter, denn manches theuer zu erkau⸗ fende Schlachtfeld, manche Erfahrung muͤſſen


