Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
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Nochmals verſuchte Anna, ſich vor Walter zu werfen, um ihn mit ihrem Koͤrper zu decken; allein du Bois riß ſie mit Gewalt von ihm, packte ſie bei beiden Armen und rief:Schweig, wahnwitzige Dirne; ſchweig, oder die Drom⸗ mete, die ſeinen Augenblick des Todes ankuͤn⸗ det, ſoll ſofort ſich ſchmetternd hoͤren laſſen. Schuͤtzen, macht Euch fertig.

Die Henker legten ihre Pfeile auf den Bo⸗ gen, den ſie nur anzulegen und das Ziel neh⸗ men zu laſſen brauchten.Herr Walter d'An⸗ ghien, fuhr der Fuͤhrer der Weißkappen fort, betrachtet jene Maͤnner, welche noch nie ohne zu treffen einen Pfeil verſchoſſen. Ihr ſchauet dem Tod' in's Auge nochmals: wollt Ihr Gnade unter den Euch gebotenen Bedingungen?

Anna begriff dieſe Worte, deren Gewicht ihr ſchwer auf das Herz fiel; doch kannte ſie Wal⸗ ter's Heldenſinn nur zu wohl, und wußte, daß er unfaͤhig war, ſeinen Oheim zu verrathen. Durchdrungen von dieſer Ueberzeugung, ſtieß ſie einen Schrei des Entſetzens aus, rief:So iſt Alles vorbei! und ſank bewußtlos hin.

Die Weißkappen III. 25