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beſchwichtigt zu erſcheinen. Doch oft und zu wiederholten Malen blickte ſie nach dem Sande in der Uhr, und als ſie nun ſehen mußte, wie dieſer immer tiefer und tiefer ſank— da ſank ihr auch das Herz, und ihre Wangen wurden bleicher; allein dennoch vermogte ſie es nicht, in Worten auszuſprechen, daß die gegebene Zeitfriſt bald, ach! nur zu bald verronnen ſeyn wuͤrde.
Walter's Blick folgte dem ihrigen; er gewahrte die wenigen Koͤrner eines nach dem andern her⸗ abfließen, als wollten ſie des Lebens fluchtige Momente bezeichnen. Er ſchloß die Geliebte in ſeine Arme, er druͤckte ſie krampfhaft an ſeine Bruſt, als wollte er ſeine Seele da aushauchen, wo ſie im Leben mit Entzuͤcken weilte.„Lebe wohl, Anna,“ ſprach er;„moͤge Er, der ein Vater der Vaterloſen iſt, Dich troͤſten und ſegnen!“
Anna konnte nur mit ihren Thraͤnen ant⸗ worten.
„Meine Zeit verrinnt,“ fuhr Walter fort; „ich hoͤre Geraͤuſch draußen— ſie kommen, um mich zu holen. Wenige Momente nur ſind noch


