Teil eines Werkes 
2. Th. (1835)
Entstehung
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bangte, der Strahl des Lichtes moͤgte unter das Bett fallen; dennoch mußte ſie gehorchen. End⸗ lich ſtieg der Rebell ohne Argwohn die Leiter hinab.Und jetzt, Jungfer, laßt uns Euer Ge⸗ ſicht ſehen, ſprach er;wer ſeyd Ihr?

Eine von den Eurigen, ſagte Anna dreiſt; ein Maͤdchen, welches unter van Artaveld's Schutz ſtand, wie Euer Camerad dort, der ehr⸗ liche Martin, bezeugen kann. Und ſomit bitt' ich Euch, daß Ihr mich ſo verſteckt laßt, wie ich es zu ſeyn wuͤnſche. Van Artaveld wuͤrde es ſchwer ahnen, wenn Ihr mir Leides zu⸗ fuͤgtet.

Martin, der mit dem Troß, der dem Gra⸗ fen nachſtellte, hatte fuͤrbaß ziehen muͤſſen, und der wirklich muthmaßte, Anna habe auf eine oder andere Weiſe Herrn Walter d'Anghien ver⸗ ſteckt(denn daß ſie den Grafen ſelbſt gerettet hatte, fiel ihm im Traume nicht ein), trat jetzt vor und ſagte, daß er die Jungfrau gar wohl kenne, wie ſie von van Artaveld beſchuͤtzt wor⸗ den waͤre, und wie er gewiß wuͤßte, daß der Feldherr große Stuͤcke auf ſie hielte, weshalb