Teil eines Werkes 
2. Th. (1835)
Entstehung
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ſie demſelben denn auch wohl nach Brugges ge⸗ folgt waͤre.

Die Weißkappen lachten uͤber Martin's Er⸗ zaͤhlung und warfen ein paar Spaͤßchen uͤber die Sache hin. Endlich mahnte Einer zum Fortgehen.Kommt, ſagte er,wir muͤſſen weiter ſuchen, hier verlieren wir nur Zeit. Lud⸗ wig darf nicht mit dem Leben davon kommen; und was van Artaveld betrifft, ſo iſt er ein tapferer Hauptmann, und mag demnach ſo viele Dirnen haben, wie er will; auch weiß man, daß er ein huͤbſches Weibſen eben ſo lieb hat, wie ſeinen Bogenſtrang und eine Schlacht.

Mit dieſen Worten zog die Rotte ab. Anna und die Wittwe waren froh, ihrer ledig zu ſeyn. Die Letztere eilte zu dem Grafen, um mit ihm auf Maßregeln fuͤr ſeine Sicherheit zu ſinnen, da es unumgaͤnglich noͤthig war, daß er ſich mit dem Fruͤheſten aus Brugges fortmachte, in⸗ dem, ſo Aange er in dieſer Stadt weilte, ſein Leben in der groͤßten Gefahr war.