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eine Summe Geldes aus ſeiner geheimen Vor⸗ rathskammer herzuſchießen. Nachdem Goldſieb mit unſaͤglichem Widerwillen dieſe Zuſage ge⸗ leiſtet hatte, ſchickte er ſich an, allein in ſeine Hoͤhle hinabzukriechen; doch dies wollte Peter nicht geſtatten.
„Nein, nein, Bernhard,“ ſagte du Bois, „ich gehe mit Euch. Der beſondere Werth, den ich auf Euern Kopf lege, laͤßt es mir nicht zu, es Euerm Gewiſſen zu uͤberlaſſen, die Summe abzuzaͤhlen, die zu unſerer Rettung verwendet werden muß. Das Gold darf nicht geſchont werden, wenn es gilt, den Eigner der Geldſäcke aufzuknuͤpfen oder zu koͤpfen. Nur voran, ich folg' Euch! Oeffnet die Fallthuͤr und gebt mir die Lampe.“
Mit dem groͤßten Widerwillen fuͤgte ſich Goldſieb. Waͤre er die Stufen zu dem Kerker hinabgeſtiegen, mit welchem du Bois ihm ge⸗ droht hatte, er wuͤrde es kaum mit langſamerem Schritte, mit geſpenſtiſcherem Geſichtsausdrucke haben thun koͤnnen. In ihm wuͤhlte es furchter⸗ lich und gab ſich durch beſonderes Seußsen,


