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welches uns tragiſche Kataſtrophen einflößen, gründet ſich auf das Bewußtſein, daß nach dem Zuſammenbrechen alles Materiellen, des ganzen Stofflebens der Geiſt übrig bleibt und in ſeine ewige Heimat wieder eintritt, aus welcher er ſich zufolge gewiſſer Naturgeſetze zeit⸗ weilig expatriirt hatte; auf das Bewußtſein, daß der Geiſt in ſeine angeſtammten unveräußerlichen Rechte wieder eingeſetzt werden muß, ob er auch während ſeines telluriſchen Exils an Allem Mangel gelitten, was göttlich heißt.“
Ernſt reichte ſeinem begeiſterten Freunde tief auf⸗ ſeufzend die Hand und ſagte:„Mir iſt heute recht ſelt⸗ ſam zu Muthe, ſo, als ſollte etwas ganz Abſonder⸗ liches ſich ereignen, etwas für mich ſelbſt ſehr Bedeu⸗ tungsvolles, und doch läßt ſich Alles ſo friedlich und freundlich an, und ſogar mein Gefühl in Bezug auf Claudine beginnt ſich zu klären; ich liebe ſie und werde nie aufhören ſie zu lieben, aber dieſe Liebe, von ihr ſtill erwidert, hat nichts Quälendes mehr, ſie hat ſich potenziirt zu idealer Freundſchaft; ich möchte Claudine glücklich wiſſen, das iſt Alles; und doch, doch drückt es auf mich wie eine Luftmaſſe vor dem Ausbruche eines Orkans.“
Karl wollte etwas ihn Beruhigendes entgegnen, doch machte dies die Annäherung der Uebrigen augen⸗ blicklich unmöglich.


