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„wird er dieſes gemeinſchaftliche Gefühl nie mehr auch nur mit einem Worte beſprechen, ſondern, wie vor der Welt, auch mir gegenüber ſchweigen. Und ſo reiche ich dem edlen Manne, der, ich hoffe es, mir ein Freund im reinſten Sinne bleiben wird, heute, jetzt die Hand zum Abſchiede für immer.“
„Ich beuge mich der Macht, welche Sie beherrſcht,“ entgegnete Ernſt kaum vernehmbar,„denn es wäre Frevel, gegen dieſe anzukämpfen.“
„So, mein Freund, iſt es recht, denn ſo will es Gott!“
Damit endete dieſe von Ernſt ſo heißerſehnte Unter⸗ redung.
Er geleitete Claudine ſchweigend in das Haus und verließ es auf der Stelle.
Die Zwiſchenzeit bis zum Diner brachte er in ſeiner Wohnung zu.
In welcher Stimmung!
Er nahm, nach längerem Hinbrüten, ſeine Zuflucht zur Feder. Es drängte ihn, ſich darüber auszuſprechen, und er that es in Briefen an ſeine Schweſter und ihren Gatten. Sie mußten wiſſen, wie es ſtand; ſagen aber hätte er es nicht können, mündlich nicht, das hätte ihn überwältigt. Auch ließ ſich das Alles in Bezug auf Claudine ſelbſt ſchriftlich zarter, ausweichender


