Teil eines Werkes 
5. Bd. (1867)
Entstehung
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mein Gefühl theilen, was kann da ſo unbezwingbar Feindliches zwiſchen uns ſich ſtellen? O ſprechen Sie, ich beſchwöre Sie darum!

Das iſt unmöglich.

Es feſſeln Sie dann Bande an

An keinen Menſchen.

Was alſo macht unſere Vereinigung unmög⸗ lich?

Innere Nothwendigkeit.

Ein Gelübde alſo?

Ja!

Aber Gelübde laſſen ſich löſen.

Ein derartiges nicht.

Claudine! O es iſt, um wahnſinnig zu werden! Hätten Sie zu mir geſagt: Ich achte Sie, doch liebe ich Sie nicht, ſo wäre ich zurückgetreten, wenn auch leidenden Herzens; aber nun, nun, da ich weiß, daß Sie mein Gefühl theilen, nun, nachdem ich in ein Paradies geblickt, wieder hinſinken müſſen in meine troſtloſe Einſamkeit 0 Claudine!

Wenn mein edler Freund eines Troſtes bedarf, ſo liegt dieſer vielleicht, wie ich meine, in der Ueberzeugung, daß die von ihm geliebte Aermſte, wie ſeine Liebe, auch ſeinen Schmerz theilt. Und edel, wie er iſt, fügte Claudine nach kurzem beiderſeitigen Schweigen hinzu,