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„Das Gefühl, von einem ſo edlen Manne ſich ge⸗ liebt zu wiſſen, iſt ein beſeligendes und mir vollgül⸗ tiger Erſatz für das, was ich verloren und erlitten. Ich bin durch dieſes Gefühl im Augenblicke rehabilitirt. Ich reiche Ihnen, mein Freund, dankbar für dieſen eine ganze ſchwere Vergangenheit aufwiegenden Seelenge⸗ nuß, die Hand im Geiſte, da ich ſie in der That zum Gange durch das Leben, wie Sie ſagen, zu reichen nicht vermag; ich werde mich nie vermählen; vermöchte ich dies über mich, ſo würde ich Ihnen ohne Bedenken zum Altare folgen, denn ich achte Sie hoch, ja noch mehr, ich— ich theile das Gefühl, das Sie für mich nähren, ich— ich liebe Sie!“
„Claudine!“ ſtammelte Ernſt, ihre Hand erfaſſend, was ſie geſchehen ließ,„das iſt Leben und Tod mit einem Athemzuge; warum?“
Sie befanden ſich in einem dichten, ſchattigen Bosquet zur Seite des Kiosk, jedem Späherauge entrückt.
„Warum?“ entgegnete Claudine, indem ſie anhielt und ſeinen Blick in ihrem bethränten Auge aufnahm. „Warum? Dieſe Frage richte ich ſelbſt an das Ge⸗ ſchick, das unerbittliche, unverſöhnliche. Ja, mein theu⸗ rer Freund, warum, warum?“
„Was aber, Claudine“, rief er aus,„wenn Sie
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