Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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Gewohnt, früh ſein Lager zu verlaſſen und die erſten Morgenſtunden mit geiſtiger Arbeit hinzubringen, hatte dieſer ſeltſame junge Mann auch an dem auf das geräuſchvolle Feſt des Bürgerkönigs folgenden Tage ſich mit der Sonne erhoben uud bereits zwei Stunden hindurch faſt ununterbrochen geſchrieben, als ſein treuer Führer und Freund Werner aus dem anſtoßenden Ge⸗ mache in das von Paul bewohnte trat und ihm mit den Worten die Hand ſchüttelte:

Fleißig wie immer; es freut mich. Fleiß iſt, wenn auch nicht ſtets wirkliche Geſundheit der Seele, ſo doch allezeit etwas Geiſtberuhigendes; jedenfalls bleibt eine Stunde, des Morgens mit nützlicher Arbeit zuge⸗ bracht, mehr werth als zwei Stunden mit Nachtgebet. Uebrigens fügte er in herzlichem Tone hinzu, wäh⸗ rend Paul ſeine Papiere in die Reiſemappe legte und dieſe im Schreibepulte einſchloß,iſt es genug, mein Theurer, und wir wollen, wenn es Ihnen nicht unlieb, ſogleich ins Freie, da unſere Toilette ſchon beendet und der Morgen ſo heiter iſt.

Sie wiſſen, ſagte Paul, indem er Hut und Hand⸗ ſchuhe nahm,wie viel Vergnügen es mir gewährt, mit Ihnen im Freien mich zu ergehen, die Natur mit Ihren Augen anzuſchauen, denen nichts entgeht, was an ihr ſchön und gut iſt. Kommen Sie!

Jean Charles, Idealiſten und Realiſten. III. 1