Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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Eine halbe Stunde ſpäter befanden ſich beide im Garten der Tuilerien, der an dieſem Morgen, nachdem ihn abends zuvor Tauſende von Menſchen überſchwemmt, die gewaltigen und furchtbaren Klänge der Pariſienne und Marſeillaiſe ſeine balſamiſche Luft erdröhnen ge⸗ macht hatten, einem weiten blühenden Friedhofe um das rieſige Denkmal der zu Grabe getragenen Dy⸗ naſtie der Bourbonen glich, während darin die Natur noch in ihrer angeſtammten Macht und Schönheit wie im höchſten Flore des entthronten Königsgeſchlechts herrſchte.

Aehnliche Betrachtungen über die Wandelbarkeit menſchlicher Geſchicke, betreffend Individuen wie ganze Nationen, ſtellten die ſich ruhig Ergehenden an wo drängten ſich auch derlei Gedanken mit größerer Gewalt dem Geiſte auf als in Paris! und ſchritten dann eine Weile ſchweigend neben einander dahin, jeder mit ſeinen eigenen Ideen und Gefühlen beſchäftigt.

Nach einigen Minuten nahm Werner das Geſpräch wieder auf, indem er, ſeinen Arm in den von Paul legend, im Tone des ihm eigenen milden Ernſtes ſagte:

Sie haben in dieſen zwei Wochen bereits viel von Frankreichs Hauptſtadt geſehen, aber bei weitem mehr