Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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7 zu verlaſſen; er war des Lebens daſelbſt müde ge⸗ worden.

Auf dem Wege nach Stuttgart, wohin die Ein⸗ ladung eines dortigen Verlagsbuchhändlers ihn führte, verweilte er einige Tage in Wildbad.

Die Stille dieſes Kurorts, im Vergleiche zu Baden⸗ Baden wahre Einſamkeit, der tiefe Ernſt ſeiner Natur⸗ ſcenerie that ihm wohl, erquickte und ſtärkte ihn.

Dieſe günſtige Wirkung auf Geiſt und Gemüth unter⸗ ſtützte noch ein für ihn höchſt intereſſanter Umſtand.

Er lernte da einen von ihm hochverehrten, wie be⸗ reits ſeuropäiſch berühmten Schriftſteller und Staats⸗ mann perſönlich kennen, Rotteck, der, auf der Heimreiſe begriffen, im ruhigen Wildbad auch auf einige Tage Station hielt.

Die Unterhaltung mit dieſem ausgezeichneten, im geiſtigen Verkehre ebenſo anregenden und erhebenden als in ſeiner Erſcheinung und ſeinem Benehmen ein⸗ fachen, im beſten Sinne des Wortes gemüthlichen Manne war ein köſtliches Labſal für ihn. Die Zeit von ſechzig und einigen Jahren, welche über das ehrwürdige Haupt des Gefeierten hingezogen, hatte demſelben noch keine Spur von Hinfälligkeit aufgeprägt; Rotteck hatte nicht gealtert, er genoß noch in vollem Maße des Männern von hoher Geiſtesbegabung eigenen ſchönen Vorrechts,