Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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Liebe. Ich liebe ein deutſches Mädchen, das mir bereits verlobt und meiner baldigen Rückkunft gewär⸗ tig iſt.

Schön, ſchön! Jetzt verſtehe ich: wer liebt, der verliebt ſich nicht.

S

Was alſo, da Herz und Börſe bei Ihnen in Ord⸗ nung, was ſetzt Sie in Verlegenheit?

Die Freundſchaft, Herr Picard.

Hier änderten ſich Miene und Ton beider und paßten ſich in nothwendiger Abwechslung und Steigerung dem Worte an.

Ich fügte Max, den Kaufmann aufmerkſamer ins Auge faſſend, mit einiger Anſtrengung hinzu,gleich meinen Freunden, dem Schriftſteller Karl und dem Che⸗ miker Ernſt, bin beſorgt, beſſer geſagt, tief bekümmert um unſern gemeinſchaftlichen Freund, Ihren bisherigen Hausarzt Doctor Robert.

Wir erinnern hier an das, was Picard an jenem verhängnißvollen Tage ſeiner Frau geſagt und zuge⸗ ſichert. Demnach feſt entſchloſſen, ihre Ehre gleich der ſeines Namens durch unverändertes Benehmen zu wah⸗ ren, das leider nicht unbegründete Gerede der Leute ſeinerſeits todtzuſchweigen, mußte er auch jetzt, obgleich er von Natur alle Unwahrheit haßte, gedrängt von