Alſo, Sie ſind ſtarken und guten Muths. Das iſt recht und iſt, was mich an Ihnen immer erfreut hat. Hätte ich nur auch dieſe herrliche Zuverſicht, die⸗ ſes Selbſtvertrauen, wodurch Sie Ihre Umgebung immer beherrſchen werden. Sie ſind ein ſehr tüchti⸗ ger Menſch; ich achte Sie wahrhaftig. Sie treten kühn unter den wühlenden, polternden, ſchweißtriefenden Menſchenhaufen und rufen mit ſtarker Stimme: Hal⸗ tet ein! Wiſcht euch die Stirne ab, ich werd' euch ein Lied ſingen, das euch erquicken ſoll und laben, horchet!— Der Schwarm ſteht ſtill, lauſcht, und iſt beglüͤckt durch die Gabe des Sängers. Dieſer Stolz, der zuverſichtliche, mit dem Sie ſagen: Meine Lieder müſſen gefallen! iſt eben ein Bürge dafür, daß Ihre Lieder von oben ſind, daß Sie, von Weihe durch⸗ drungen, ſich als den Geſchäftsträger der allerhöchſten Majeſtät, des Liedergottes, fühlen, daß Sie es als einen zufälligen Umſtand betrachten, warum er ge⸗ rade Sie zu ſeinem Geſandten erkoren und Ihnen das Creditiv geſchrieben hat auf Herz und Stirne: Sie reden im Namen Ihres Herrn; darum ſo kek, darum aber auch ſo ſchön.
Ich lebe auch; bin auch geſund und, ſeit ich Ih⸗ ren Brief erhalten, geſünder als zuvor. Geſundheit iſt auch anſteckend. Hier überſende ich Ihnen ein Ge⸗


