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dicht, mit der Bitte, es baldigſt drucken zu laſſen; das wo— Ihnen zu beſtimmen.— Meine Samm⸗ lung wünſche ich herauszugeben unter einem pseudo- nom. Wiſſen Sie mir keinen Verleger? Sie ſind der einzige Menſch, in deſſen Hände ich meine Ge⸗ dichte, mein Um und Auf dieſes Lebens vertrauen möchte. Schreiben Sie mir darüber. Wenn Sie im Mai noch in* ſind, ſehen wir uns vielleicht; ich habe nämlich einen Abſtecher nach“ vor. Ich möchte Sie in Ihrer dermaligen Thätigkeit gar ſo gerne be⸗ lauſchen, wie Sie durch die vielartigen Geſchäfte mit ruhiger Fauſt hindurchſteuern.
Sie freuen und ſehnen ſich nach der Heimath zurück. Ja das Land! Das Land iſt göttlich, noch göttlicher durch den Contraſt der Menſchen. Mögen hier Gebirge ragen, Bergſtroͤme ſtürzen, Lawinen donnern: das geſchwächte Herz des Menſchen zuckt im Staube und kann an den kühnen Felſen nicht hin⸗ anklettern zu hohen Gedanken und Empfindungen. Einſt waren die Menſchen hier gewiß anders; aber was uns an jene Zeiten erinnert, ſchmerzt uns: jede Burgruine kommt mir in dieſem Lande vor wie eine verſteinerte, bittere Lache der Zeit, die vom grauen Geſtein herabgrinſt in das entartete Herz.—
In dem Gedichte, das Sie mir geſchickt, herrſcht Dichterleben. 17


