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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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Sobald Ihre Mutter fort, ſagte er und warf ſich in einen Stuhl.

Clary legte Hut und Shawl ab, ging dann hin⸗ aus und kam alsbald wieder.

Die Mutter iſt mit der Magd fort, ſagte ſie und ſetzte ſich ihm zur Seite. Sprechen Sie nun, wir ſind allein.

Lange ſaß er ſprachlos und ſtierte ſie mit einem Blicke an, worin eben ſo viel Theilnahme als bitterer Unmuth lag.

Endlich, wiederholt von ihr aufgefordert zu ſpre⸗ chen, fand er Worte und er theilte ihr, ſo ſchonend wie möglich aber voll genügender Entrüſtung, den In⸗ halt des eben gepflogenen Geſpräches mit.

Sie ſchlug ſich die Hände vor's Geſicht laut auf⸗ ſchluchzend.

Beruhigen Sie ſich, Clary, ſetzte er ſanft hinzu: Sie fühlen die Nothwendigkeit unſrer äußeren Tren⸗ nung; heute ſcheide ich von Ihnen, dieſer Abend iſt der letzte, den ich in Ihrer Nähe verlebe.

Sie ſtürzte aufſchreiend an ſeine Bruſt und um⸗ ſchlang ihn krampfhaft.

Meine gute, liebe Clary! rief er, hingeriſſen von ihrem Schmerze, aus und legte weich ſeinen Arm um ſie. Ein grelles Gelächter riß ihn plötzlich empor; er