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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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zen! Seine Wiſſenſchaftlichkeit läßt die Thatſãch⸗ lichkeit nicht auftommen; er wird noch lange ſtammeln wie ein unmündiges Kind, wo Andere bereits reden als Männer. Noch einmal, Deutſchland fehlt es an Centraliſativn.

Allein, getheilte Beſtrebungen haben doch den gro⸗ ßen Vortheil, daß ſie viele Wege beſchreiben und ſo vor Einſeitigkeit ſchützen, nicht wahr?

Sie hätten recht, wenn dieſe Wege aus einander liefen, durch das Leben ercentriſch gingen; ſie bilden aber leider nur Kreisparallelen um den hohlen Kern der Kritik. Die graue Theorie iſt unſre Centraliſation, nicht der friſchgrünende Baum der Praris. Kann es etwas Unpraktiſcheres geben als die deutſche Selbſt⸗ verleugnung und filiſtröſe Beſcheidenheit, ach, und als die grauſame Verirrung, mit der wir in den Ein⸗ geweiden der täglich am Opferherde einer maßloſen Philoſophie hingeopferten poſitiven Gegenwart wühlen, um unſere Zukunft darin zu erforſchen? Giebt es eine deutſche Nation? Nein, es giebt nur deut⸗ ſche Völker und dieſe kaum. Wer nennt ſich einen Deutſchen? Der Preuße will ein Preuße, der Sachſe ein Sachſe, der Baier ein Baier: keiner will ein Deutſcher ſein. O glauben Sie mir, Gräfin, es ſteht