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Sie ſind und bleiben denn doch eine Franzöſin.
Was verſtehen Sie dann, mein Herr, unter Vaterland, wenn es nicht das Land iſt, worin wir ge⸗ boren und erzogen werden und des geſetzlichen Schutzes uns zu erfreuen haben?
Ich denke, ein ſolches Land iſt unſer politiſches Vaterland, aber nicht unſer natürliches; dieſes be⸗ ſtimmen ein für allemal Blut, Sprache und Geſittung. Das Vaterland eines in Europa gebornen Regers iſt und bleibt Nigritien. Greifen Sie nur, Gräfin, an Ihr Herz, ſobald von Frankreich die Rede iſt und der Puls Ihres Buſens wird Ihnen unzweideutig ſagen, wo Ihr Vaterland. Alle Wohlthaten der Er⸗ ziehung und des geſelligen Verbandes bringen dieſe Stimme nicht zum Schweigen, denn es iſt die primitive der Natur, die ſich nie verleugnet. Erlauben Sie denn, ſchöne Gräfin, daß ich Sie für eine Franzöſin halte, ſo lange ich die Ehre habe mit Ihnen bekannt zu ſein.
Sie entgegnete anmuthig lächelnd: Sie wollen mich alſo durchaus nicht als Ihre Landsmännin be⸗ trachten und bannen mich in die verlaſſenen Grenzen Frankreichs zurück?
So iſt es, ſagte er: es ſind Ihre natürlichen Grenzen. Auch würde es Ihnen wenig helfen, ſich


