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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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n Ausdruck und das leiſe Incarnat auf Wangen und

n Lippen wie die blendend weiße Stirne über den edel

3, gezogenen Brauen bekundeten ein Durchgeiſtetſein, ein

it überaus thätiges Seelenleben.

n Sie ſprach das Deutſch mit etwas fremdem Accente, aber rein und geläufig und mit einer Stimme, die

eben ſo melodiös als jeder Steigerung und Beugung

in fähig war und für jedes Wort gerade den Klang

er fand, den man möchte ſagen die Natur ſelbſt dafür beſtimmt hatte.

r Dies bemerkte Carl aus ihrem Geſpräche mit der

he Geſellſchaft, denn an ihn ſelbſt hatte ſie, wie ſchon

8, geſagt, nur wenige Worte gerichtet.

ch Er fühlte ſich durch ihr conſequentes Schweigen

ht wie durch das malitiöſe Lächeln des Schauſpielers ein

ge wenig piquirt und ſagte endlich zu ihr:

r⸗ Von der Ouelle der großen Revolutivn, der

Eneyklopädie, bis auf die der Champagne, aus der

ch dieſes köſtliche Getränk fließt, wie viel Geiſt haben en wir nicht Ihrem ſchönen Vaterlande zu verdanken! es Julie wandte ſich zu ihm und verſetzte mit einem

e⸗ ſcharfen Blicke halblaut:

en Frankreich iſt nicht mein Vaterland; ich bin

nd

eine geborne Deutſche: F rankfurt iſt meine Ge⸗ en burtſtadt.

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