Entbehrungen! Als ſie endlich Mutter ward, geber⸗ dete ſie ſich wie eine Wahnſinnige; nichts mehr war ihr recht, am allerwenigſten ich; ihr Unmuth ward Verfolgung: ſie verleumdete mich ſogar beim Vater, bei allen unſern Freunden und Bekannten. Eines Ta⸗ ges ließ ich mich vom Unwillen über ihr Benehmen hinreißen und hielt ihr während der Abweſenheit mei⸗ nes Vaters daſſelbe in bitteren Worten vor. Als er nach Hauſe kam, fand er ſie in Krämpfen, die er mit nichts als dem Verſprechen ſtillen konnte, mich unge⸗ ſäumt zu entfernen und mir auf immer das väterliche Haus zu verbieten. Der ſchwache Mann gab nach und ich mußte fort. Damit noch nicht zufrieden, brachte ſie ihn während dieſes Jahres ſo weit, daß er mir faſt alle Unterſtützung entzog und mich bei mei⸗ ner geringen Beſoldung faſt darben ließ. Alle meine Vorſtellungen blieben und bleiben fruchtlos und ich hege keine Hoffnung mehr, ihn zur Mannheit und zu ſeiner Vaterpflicht zurück zu führen, nachdem er meinen letzten Brief voll der zärtlichſten Vorſtellungen und kindlichſten Bitten ſo hart von ſich gewieſen. Das iſt die ganze Geſchichte und Du ſiehſt, daß ich alle Ur⸗ ſache habe, traurig zu ſein. Dazu kommt noch, daß meine Gläubiger ungeſtüm werden und mir mit einer Klage drohen, die mich compromittiren muß.—
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


