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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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Armer Franz, und ich kann Dir weder helfen noch rathen!

Vielleicht doch, mein Freund. Ich kam die Noth macht erfinderiſch auf einen Gedanken, auf ein letztes Mittel; ich glaube, Du kannſt mich retten.

Ich? O rede! Wie vermag ich es?

Höre denn. Uebermorgen begeht mein Vater ſein Geburtfeſt und bittet dazu, wie jedes Jahr, eine große Geſellſchaft. Sein Freund, der Hoſſchauſpie⸗ ler* iſt, wie jedesmal, dabei. Es wird viel Muſik gemacht und dieſer trägt inzwiſchen einige Declama⸗ tionſtücke vor. Ich habe mit ihm geſprochen und ihm meinen Plan mitgetheilt, den er gutheißt und zu deſ⸗ ſen Ausführung er ſich bereit erklärt.

Und dieſer Plan? Faſt errathe ich ihn.

Ich ſagte ihm, daß ich mit Dir ſehr gut ſtehe und Du meine Bitte gewiß erfüllen werdeſt.

Natürlich; nur weiter!

Nun ſieh, lieber Carl, Du verſtehſt es, die Her⸗ zen zu rühren. Wenn Du nun ein Gedicht ſchriebeſt, eine ppetiſche Erzählung, die eine zarte Alluſion auf mein trauriges Verhältniß zum väterlichen Hauſe, meine Leiden und allenfalls auch meine Reue über jene