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Wände. Das Trumeau ſchmücken zwei ſchöne Gyps⸗ büſten: Gvethe und Shakeſpeare, dazwiſchen ſteht ₰ eine hetruriſche Vaſe aus Alabaſter. Zwei ſchmale Glasſchränke, aus Ahorn wie die übrigen Meubles, gegenüber dem Secretaire, enthalten die kleine aber wohlgeordnete Bibliothek dieſes Autors und er ſelbſt in ſeinem kurzen Hausrocke von ſchwarzem Sammet belebt das Ganze beinahe maleriſch.
Er hat Bücher und Manuſeripte vor ſich und arbeitet ſehr angeſtrengt, ſo daß wir Muße haben, ihn uns— ein wenig näher zu betrachten.
Er mag etwa ſechsundzwanzig Jahre zählen, iſt ziemlich hoch und ſchlank gebaut, aber, im Contraſte ₰ zu ſeinem ſo freundlichen Aufenthalte, von etwas lei⸗ dendem Ausſehen, das übrigens ſein Geſicht eher ver⸗ ſchönt als entſtellt, da die charaktervollen ſtrengen Züge durchaus keine Luſtigkeit, ſeine Wangen und ſchmalen Lippen kein hohes Roth und ſeine ſcharfgezogenen Brauen keinen ganz wolkenloſen Himmel auf der hohen, von dunklen Locken beſchatteten, Stirne zu vertragen ſcheinen.
Er ſieht, mit einem Worte, etwas geſenkt aus, um nicht zu ſagen, gekränkt, gebeugt.
Wer das Buch„Schöne Welt“ kennt, kennt auch ihn und weiß, daß er nicht wohl anders ausſehen
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