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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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I. Rückkehr in die Welt.

Die Gegenwart mit truͤgeriſchem Koſen, Die zaub'riſch laͤchelnde, wer kann ſie flieh'n? Sie zieht ſo hold mit Banden uns von Roſen Zum hundertmal gefloh'nen Abgrund hin.

Es iſt Winter. Der junge Schriftſteller Carl von** hat ſo eben ſein frugales Frühſtück genommen, den Brand im Kamine aufgeſriſcht und ſetzt ſich nun, ſeine Cigare behaglich ſchmauchend, an den Secretair. Er arbeitet emſig. Um ihn her ſieht es recht freundlich aus, das Gemach hat beinahe engliſches Comfort. Das Zimmer, im zweiten Stockwerke eines nicht ſehr großen aber neuen und wohlgebauten Hauſes in einer heitern Straße der, an ſolchen freien Straßen eben nicht ſehr reichen, Reſidenz, iſt geſchmackvoll meublirt und empfängt gutes Licht durch zwei hohe Fenſter. Reine, gefällig drapirte, weiße Vorhänge zieren es, wie mehrere gute Lithographien in ſchmalen Goldrahmen die, in pompejaniſchem Style gemalten, Dichterleben. 1