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Der schwarze Bund
Entstehung
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die Folgen einer ſolchen Verbinbung, und vermochte den Koͤnig, den Kardinal von Lothringen zu ſich rufen zu laſſen, und ihm den Auftrag zu ertheilen, die Wuͤnſche ſeines Neffen in der Art zu maͤßigen, daß Se. Majeſtaͤt uͤber deſſen Betragen gegen die Prinzeſſin ohne Beſorgniß ſeyn koͤnnte. Der Kardinal hoͤrte den Befehl des Koͤ⸗ nigs ſtillſchweigend an, und durchſchauete mit einem Blicke den Verdacht der Koͤnigin und die Abſichten des Herzogs von Guiſe; da er aber bedachte, daß es noch nicht Zeit ſey den Hof zu erzuͤrnen, und daß, welche Vorſtellungen und Ermahnungen er auch an den jungen verliebten Prinzen ver⸗ ſchwenden moͤchte, dieſer doch Merkmale ſeiner Leidenſchaft unbedachtſamerweiſe blicken laſſen werde, die ihm den Unwillen des Koͤnigs zuziehen wuͤrden, ſo begab er ſich am andern Morgen in ſein Zimmer, ſagte ihm, daß ſeine Bemuͤhungen, ſich der Prinzeſſin angenehm zu machen, die Kö⸗ nigin beunruhigt hätten, daß es nothwen⸗