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Der schwarze Bund
Entstehung
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Traumgebilden umgaukelt, dem Schlafe uͤberließ, bereitete das Verhaͤngniß ſeiner Liebe auch bereits Hinderniſſe, denn die Konigin, welche alle Federn der Polttik in Bewegung geſetzt hatte, um das Haus Lothringen und die Prinzen vom Geblut im Gleichgewicht der Volksgunſt zu erhal⸗ ten, und welche die Erſten des Hofes mit beſoldeten Spionen umgab, ward von der Verkleidung des Herzogs gleich nach der That unterrichtet; und da ſie ihr gewohn⸗ licher Scharfblick, von dem Verdachte un⸗ terſtuͤtzt, den ihr die wahrgenommene leb⸗ hafte Unterredung ihrer Tochter mit dem Aſtrologen eingeflößt hatte, überzeugte, daß der junge Furſt eine ſo guͤnſtige Gelegen⸗ heit, die Weagſchale nach ſeiner Seite yinzuneigen, nicht entſchluͤpfen laſſen wuͤrde, ſo beſchloß ſie, ſeinen Abſichten ohne wei⸗ tern Aufſchub Einhalt zu thun. Nach dem Bolle begab ſie ſich in Begleitung des Herzogs von Anjou in das Kabinet des Konigs, ſchilderte mit ubertriebenen Farben

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