mögen wollen oder nicht. Mit dem Rechte der Liebe, die ich für Sie im Herzen trage, Klara,“ rief Mr. Audley, indem er auf die Kniee fiel— ziemlich un⸗ geſchickt, um es zu geſtehen— und eine weiche kleine Hand, die er unter den Falten eines ſeidenen Ge⸗ wandes halb verſteckt gefunden hatte, mit leiden⸗ ſchaftlichen Küſſen bedeckte.
„Ich liebe Sie, Klara,“ ſagte er,„ich liebe Sie. Rufen Sie Ihren Vater und laſſen Sie mich dieſen Augenblick aus dem Hauſe weiſen, wenn Sie wol⸗ len; aber ich gehe hinweg und liebe Sie dennoch, und werde Sie in Ewigkeit lieben, ob Sie wollen oder nicht.“
Die kleine Hand wurde ihm entzogen, aber nicht mit einer plözlichen oder zornigen Geberde, und ſie ruhte einen Augenblick leicht und zitternd auf ſeinem dunkeln Haare.
„Klara, Klara!“ flüſterte er mit leiſer, bittender Stimme,„ſoll ich nach Auſtralien gehen, um Ihren Bruder zu ſuchen?“
Es erfolgte keine Antwort. Ich weiß nicht, wie es kommt, aber es gibt kaum etwas Köſtlicheres in ſolchen Fällen, als Stillſchweigen. Jeder Moment des Zögerns iſt eine ausgeſprochene Bejahung; jede Pauſe ein zärtliches Geſtändniß.
„Wollen wir beide gehen, Theuerſte? Wollen wir als Mann und Frau gehen? Wollen wir zu⸗ ſammen gehen, meine theure Geliebte, und Deinen Bruder mit uns heimbringen?“


