Als Mr. Harcourt Talboys eine Viertelſtunde ſpäter in das jezt von Lampen erhellte Zimmer trat, fand er Robert Audley allein und hatte auf eine Enthüllung zu hören, welche ihn höchlich überraſchte. Gleich allen ſelbſtzufriedenen Leuten war er für Alles, was unter ſeiner Naſe vorging, ziemlich blind und des vollen Glaubens geweſen, ſeine eigene Ge⸗ ſellſchaft und die ſpartaniſche Regelmäßigkeit ſeines Haushaltes ſeien die anziehenden Kräfte geweſen, welche Dorſetſhire ſeinem Gaſte ſo reizend gemacht hätten.
Er ſah ſich alſo ziemlich getäuſcht, aber er wußte ſich in dieſe Täuſchung anſtändig genug zu ſchicken und ſprach auf gelaſſene und etwas ſtoiſche Weiſe ſeine Zufriedenheit mit der Wendung aus, welche die Dinge genommen hatten.
„Ich habe nur noch einen Punkt, wozu ich Ihre Einwilligung zu erhalten wünſche, mein werther Sir,“ ſprach Robert, als beinahe Alles zu beiderſeiti⸗ ger Genüge abgethan war.„Unſer Honigmonats⸗ ausflug ſoll mit Ihrer Erlaubniß nach Auſtralien gehen.“
Mr. Talboys wurde durch dieſe Worte wirklich in Verlegenheit geſezt. Er wiſchte Etwas, das wie eine kaum verhaltene Thräne ausſah, aus ſeinen harten grauen Augen, als er Robert die Hand reichte.
„Sie wollen meinen Sohn aufſuchen,“ ſagte er. „Bringen Sie mit meinen Knaben zurück, und ich will Ihnen von Herzen vergeben, daß Sie mir meine Tochter geraubt haben.“


